Musikertipps
Basi-X
- Petra Scheeser: Man muss an der Stimme arbeiten
Petra Scheeser mit Tipps für junge Sänger-/innen
Sie ist eine großartige Sängerin, die auch nach ihrem riesigen Erfolg mit Wind in den 80er Jahren ihren ureigenen Weg weiter gegangen ist. Einen Weg, der ihre Stimme auf unzählige Veröffentlichungen der unterschiedlichsten Stilrichtungen brachte und sie zudem in ganz Deutschland zur gefragten Dozentin gemacht hat. Die Rede ist von Petra Scheeser. Als sie im Schloss Alteglofsheim ein dreitägiges Coaching für Bands des BY-on Förderprojektes gab, nahm sie sich Zeit für ein Videostatement (unter www.by-on.net zu sehen) und ein Interview über die Möglichkeiten für junge Sänger im Musikbusiness Fuß zu fassen. - Uwe Bossert: Gute Leute, die hier ergänzend ausgebildet werden
Reamonn-Gitarrsit Uwe Bossert zu BY-on und Förderprojekten:
Reamonn macht Pause. Gelegenheit für den Gitarristen Uwe Bossert sich auch anderen Projekten zu widmen. Etwa dem Coachen von Musikern. Er kann dank seines Studiums am International Music College in Freiburg und seiner langjährigen Erfahrung im Studio und auf der Bühne aus den Vollen schöpfen. Und: dieser Mann lebt die Musik. Das war auch bei den drei Tagen im Schloss Alteglofsheim zu spüren, als er acht Gitarristen aus dem BY-on Projekt coachte. Außerdem nahm er sich die Zeit, ein paar Fragen zur Förderung von Rockmusik zu beantworten. - Workshop: So machen es die Großen
Am 12.09.2011 fand im Münchner Kafe Marat im Rahmen eines Solo-Konzertes des Anti Flag Frontmans Justin Sane ein Workshop Von RRR bis Troja: Ideen gegen die Krise im Musik-Bereich statt.
- Fanarbeit mit Facebook: So macht man`s richtig
Die einfachste und wohl auch effektivste Möglichkeit heutzutage einen guten Draht zu seinen Fans zu halten und Werbung für seine kommenden Konzerte zu machen, ist natürlich das Web 2.0. Auch wenn Myspace nach wie vor eine wichtige Rolle im Musikbusiness spielt, ist die beste Art und Weise Fans zu halten und neue Fans zu finden die Internetplattform Facebook. Mit weit über 600 Millionen Nutzern ist Facebook die ideale Werbefläche für Musiker.
- Bandselbstverständnis: "Seid Ihr gut drauf?" - Oder geht es nicht doch um mehr?
Nur sein Instrument gut zu beherrschen reicht nicht! Zu einer wirklich guten Band gehört viel mehr! Dazu zählt auch eine realisitsche Selbsteinschätzung, ein szene-kompatibles Auftreten gegenüber Veranstaltern, strukturiertes Arbeiten im Übungsraum genauso wie auf der Bühne und zahllose Dinge mehr. Hans Steinle, selbst Musiker und langjähriger Veranstalter nennt Ross und Reiter und hält auch mit Kritik nicht hinter den Berg...
- Die Bandinfo
Wer seine Musik zum Konsumenten, zu den Fans, bringen will, braucht als Brücke ein Bandinfo. Sei es für den Veranstalter, für Wettbewerbe, oder die Medien. Musik alleine - und meint man noch so gut zu sein - genügt leider nicht! Musik und Band müssen als gemeinsames Produkt begriffen werden. Und jedes Produkt wird über Werbemittel bekannt gemacht. Das beginnt beim einfach kopierten Flugblatt der Bettfedernreinigung und endet beim C&A-Musikvideo.
- Der Newsletter: So kann man gezielt werben
Der normale Weg von Bandpromotion hat sich längst selbst überholt. Tausende Plakate werden gedruckt - meist von der Band geliebte und daher gewählte Schnörkelschrift ist leider absolut unleserlich - und wenn davon für ein Konzert 300 Stück aufgehängt werden kommen trotzdem gerade mal 50 Leute. Entweder wurden die Plakate von den kommerziellen Konzertagenturen sofort wieder überplakatiert. Oder in einer fremden Stadt konnte sich unter dem Bandnamen der Hintertonhausener Rednecks nun wirklich keiner etwas vorstellen.
- Das Bandfoto
Jeder Auftritt will angekündigt sein, im Info des Clubs, der Stadtzeitung, der Tageszeitung und natürlich im Internet. Im Printbereich sind Fotos zur eigenen Vermarktung unerlässlich. Und zwar druckreife Fotos! Fotos mit Eye-Catcher-Qualität! Denn ein abgedrucktes Foto mit zweizeiligem Bildtext bewirkt mehr Aufmerksamkeit als eine ausführliche, zweispaltige Konzertankündigung!
- Demo und Bewerbungsunterlagen
Die Bewerbungsunterlagen einer Band sind ihre Visitenkarte. Man hat nichts mit Spießertum am Hut, wenn man seiner Visitenkarte eine dem Markt gerechte Form verpasst. Das heißt nicht Krawatte! Die Branche ist nicht spießig. Letztendlich entscheidet immer die Musik. Nur - wird manches bereits vorher aussortiert, weil einem das Outfit der Bewerbungsunterlagen den Dilettantismus buchstäblich ins Gesicht schmettert. Solchermaßen geprügelte A&R-Manager, aber auch Wettbewerbsjuroren, Veranstalter, Zeitungs- und Rundfunkredakteure, haben dann schnell das Bild einer unprofessionellen Band im Kopf.
- Pressearbeit
Um erfolgreich Pressearbeit leisten zu können, muss sich jede Band bewusst sein, wen man eigentlich erreichen will. Nicht jedes Zielpublikum nährt sich aus dem gleichen Medium. Viele Nischen haben inzwischen ihren eigenen Kreislauf, Fanzines blühen an allen Ecken und Enden. Trotzdem sollte man die klassischen Medien - besonders im Tagesgeschäft, sprich dem Konzertbereich - nicht außer Acht lassen.
- Musikmarketing: "Das Wichtigste ist immer noch die Musik!"
Als Band eine CD zu produzieren ist nicht mehr schwer - höchstenfalls teuer. Sie zu verkaufen, aber ist eine Maloche, die viele Musiker überfordert. Man ist ja schließlich Kreativling, also einer, der/die Musik im Blut zu haben hat. Wie soll man sich da über solche Nichtigkeiten, wie Verkauf von CDs, den Kopf zerbrechen. Die eigene Musik ist gut und die Welt hat das zu erkennen. Friss oder stirb. Meistens stirbt die Musik - oder die Band, an den Kosten der nicht abgesetzten CD-Auflage.
- Eigenmanagement: "Dem Rechtsanwalt Bass spielen gelernt"
Sacco & Mancetti aus Regensburg hatten Anfang der neunziger Jahre einen Major-Deal bei Chrysalis/EMI und dort mit Best Of... und Famous zwei Alben veröffentlicht. Sie haben dem Major selbst den Rücken gekehrt und einen Kooperationsdeal (viel Eigenleistung viel Gewinn) mit einem Independent-Label (BSC/Focus) abgeschlossen. Nur wenige Bands stehen der Branche so realistisch gegenüber wie die sechs Regensburger. Innerhalb von inzwischen zehn Jahren hat noch kein Bandmitglied die Gruppe verlassen - aus dem anfänglichen Quartett wurde ein Sextett. Alle sind auch während ihrer Zeit beim Major berufstätig geblieben und - haben sich so nicht nur ihre wirtschaftliche, sondern auch die künstlerische Unabhängigkeit erhalten können. Konsequenterweise resultiert daraus auch, dass die Band sich selbst betreut, vermarktet, verkauft. Zufall allerdings ist, dass der Bassist ein auch im Musikrecht inzwischen sehr versiertes Bandmitglied ist. Nichtsdestotrotz machen sie vor, wie man auf einer realistischen Basis Erfolg haben kann
- Wie arbeitet ein Profimanager? Interview mit Hage Hein
Was bringt ein Manager einer Band/einem Künstler? Wie arbeitet und was braucht ein erfolgreicher Manager? Wie wichtig ist das "Näschen"? Und wieviel Sturheit ist unerlässlich? Wir sprachen mit Hage Hein (Blanko Musik) über seine Anfangsjahre und Erfolge mit der "Ersten Allgemeinen Verunsicherung", "Hubert von Goisern" u.v.m.
- Wie und mit wem arbeitet ein erfolgreicher Produzent?
Hungriger Produzent sucht hungrige Band. Wie arbeitet ein erfolgreicher Produzent? Wie findet er seine Künstler? Wie lange bindet er sie an sich? Das Rock.Büro Süd sprach mit Ralph Quick, er hat u.a. die ersten drei Goldalben der "H-Blockx", "DieHappy" u.a.m. produziert.
- Tonstudiotipps: "Das Wichtigste ist die persönliche Chemie zum Tonmeister"
Musiker braucht ein Demo, eine CD, ein Was-auch-immer-zum-Hören. Musiker geht in ein Studio und - hat unter Garantie schon mindestens einen Fehler gemacht, eine Nachlässigkeit begangen. Musiker hat sich von einer Spur-Gigantomanie blenden und von einem Dumping-Preis über die Saiten ziehen lassen.
- CD-Eigenproduktion contra Betriebsblindheit
Rock.Büro Süd (Bernd Schweinar): Sacco & Mancetti haben nach zwei Alben bei Chrysalis/EMI ihre dritte CD Big Audience (Rough Trade/BSC) selbst produziert. Welche Grundvoraussetzungen waren dazu notwendig?
Jockl Peithner: Wir haben schon immer versucht, alles möglichst weit selbst zu produzieren. Deshalb wurden auch die Gelder die geflossen sind, von uns größtenteils wieder reinvestiert, um eben nicht mal vor der Situation stehen zu müssen, dass man kurz 50.000,- auf den Tisch legen muss, wenn man eine CD produzieren will - und so viel kostet es nämlich, wenn ich selbst gar nichts habe. Unser Motto lautet also frei ... - Vom Master zur CD
Den meisten Bands stellt sich irgendwann die Frage nach einem eigenen Tonträger. Es ist vor allem die CD, für die sich die meisten entschließen.
- Wir vermitteln Praxis, nicht angelesenes Wissen
Selbstgestrickte Manager, Konzertveranstalter usw. gibt es zur Genüge. Die Branche aber ist voller Hürden, Haken und Tücken. Verträge sind schnell unterschrieben - und das bittere Ende kommt spätestens dann, wenn man Kasse machen will. Eine qualifizierte Ausbildung z.B. zum Bandmanager gibt es nicht. Wie allgemein die gesamte Plattenbranche sich ihren Nachwuchs selbst heranzieht und aufbaut.
Recht und Steuern
- Leben mit Musik - gleich leben von Musik?
Obwohl es genug Kuschelrock gibt, ist das Leben immer hart. Das Leben als Musiker ist zu alledem auch noch oft entmutigend. Ob es darum geht, Gruppenmitglieder zu finden oder zu organisieren, einen Proberaum zu finden, Gigs zu buchen, einen Plattenvertrag zu bekommen oder bloß mit seiner Musik Geld zu verdienen, begegnet man auf jedem Schritt starker Konkurrenz und einem immer mehr frakturierten Markt. In dieser Hinsicht ist an eine mögliche Karriere in der Musikbranche eher nüchtern und realistisch heranzugehen
- Die Band: Internes Gruppenverhältnis
Es von großer Wichtigkeit, dass die Mitglieder einer Musikgruppe, ob sie aus zwei oder 20 Musikern besteht, ihre geschäftlichen Beziehungen zueinander möglichst genau schriftlich festzulegen. Es folgen einige Denkanstöße zu diesem Thema.
- Der Manager + Muster: Management-Verlag
In Deutschland nennen sich viele Manager. Leider haben nur wenige die nötige Erfahrung, Kontakte, Einfluss und Wissen, um den Job richtig zu machen. Auch wurde die Ausübung des Berufes lange Zeit vom Arbeitsamt verhindert. Jetzt ist aber alles anders. Jetzt darf man versuchen, einen Künstler zu managen ohne sich Sorgen zu machen, dass die BfA auf Hexenjagd geht. Damit ist das Feld nicht nur für die Unerfahrenen, sondern auch für Unfähige und Gauner offen. Der Manager kann durchaus die wichtigste Person in einer Karriere sein. Also, heißt es gut aufpassen. Wichtig: Kein Management ist immer noch besser als schlechtes Management!
- Der Gastspielvertrag
Immer wieder hört man von Künstlern Schauergeschichten über ausgefallene Konzerte, die nur basierend auf mündlichen Verabredungen mit Veranstaltern gemacht wurden. Die Gruppe fährt zum ausgemachten Termin an den Veranstaltungsort, sieht keine Plakate in der Umgebung hängen, und wenn sie endlich in der Ortschaft ist, trifft sie nur auf unwissende Angestellte am Veranstaltungsort oder steht gar vor geschlossenen Türen. Solche Situationen können am besten mit einem ordentlichen Vertrag vermieden werden.
- Die Arbeitsweise des "Produzenten" Roland Pospichal
Was macht eine Band, wenn es klopft und draußen ruft einer, er sei der große Produzent? Kann man dem Erfolg nachhelfen, die jahrelange Live-Dümpelei und relative Erfolglosigkeit überspringen? Vielleicht sogar mit dem eigenen Bankkonto? In Bayern hatten viele Bands Kontakt zu einem Produzenten und dessen Zuträger, deren Methoden anders sind, als in der Branche üblich. Was steckt dahinter?
- STEUERN: Die Band als Kleinbetrieb
Im Mittelpunkt der Betrachtung steht hier die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR), da sie die meist verbreiteteste Gesellschaftsform ist, unter der sich Bands zusammenfinden.
Die Gründung einer Band und damit einer Personengesellschaft vollzieht sich insoweit recht unspektakulär, da in der Regel die an ihr beteiligten Bandmitglieder (Gesellschafter) gar nicht wissen, dass sie sich nunmehr in einer Personengesellschaft befinden - Möglichkeiten der Rechtsformwahl bei Bands, Bandprojekten und Musikerinitiativen
Grundsätzlich ist zu bemerken, dass die Möglichkeiten der Rechtsformwahl vielfältig sind und die Entscheidung individuell an den jeweiligen Zielen und Bedürfnissen orientiert sein sollte. Das ist letztendlich ohne entsprechende Beratung weder möglich noch empfehlenswert ist. Insoweit kann der nachfolgende Beitrag nur eine Anregung und der Versuch sein, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Wege zum Markt
- Bandeigenmanagement: SCHANDMAUL die Band als erfolgreiches Familienunternehmen
Interview mit "SCHANDMAUL"-Drummer Stefan Brunner zur Aufgabenaufteilung in einem vorbildlichen Band-Betrieb
- Musikkantine Augsburg: "Momentan laufen die elektronischen Clubabende am besten."
Im Zeitalter der elektronischen Musik, müssen sich selbst die `Großen´ der bayerischen Live-Clubs umorientieren.
Daher gibt es heute am Wochenende vermehrt DJ-Clubabende und Konzerte meist unter der Woche. - Altheimer Open Air: "Die Musik soll im Mittelpunkt stehen..."
Landjugend mal ganz anders! Im Gegensatz zu den typischen Gartenfesten und Motto-Parties der ländlichen Regionen entstand in der Gemeinde Altheim (Baden-Württemberg) vor etlichen Jahren ein Open Air Festival, das mittlerweile auch weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist.
- A&R, Label & Booking: Du musst jemanden verstärken und darfst ihn nicht umbiegen
Interview mit Patrick Oginski und Jakob von Stillfried von Label und Bookingagentur südpolmusic, München über Künstlerauswahl, regionale Acts und Nachhaltigkeit
- Bang Your Head!!!: "Ich stehe eher auf die positive Richtung..."
Auch bei den großen Festivals ging es nicht immer bergauf. Schlechtes Wetter und unangenehme Zwischenfälle hätten schon mehrere Male fast zum Aus geführt, doch am Ende obsiegt die Leidenschaft an der Musik.
- Grand Hotel van Cleef: "Wir sind selbst alle Künstler..."
Die Zeit der großen Plattenverkäufe ist längst vorüber und immer häufiger bekommt man als Band zu hören, lieber alles selbst in die Hand zu nehmen, da es keine fairen Deals mehr gibt und Demos versenden keinen Sinn macht.
- Pfingst Open Air: "Man sollte wirklich Bock auf etwas haben..."
Für junge, unbekannte Bands wird es immer schwieriger, bei größeren Festivals Fuß zu fassen. Dass dabei die richtige Vorgehensweise bei der Bewerbung eine sehr wichtige Rolle spielt, ist vielen gar nicht bewusst.
- Queens Of Metal: "Dass unser Open-Air ein ganz anderes Flair hat und viel billiger ist, sieht keiner."
Ein kleines, gemütliches Metal-Festival mit großem Namen, einzigartigem Theater-Flair und einem Herz für Underground-Bands! Doch die letzten Jahre verliefen auch nicht ganz ohne Probleme für Königinnen des Metal.
- Popkurs Hamburg: "Das Netzwerk ist riesig!"
Der Traum, mit der eigenen Band Geld zu verdienen und Berufsmusiker zu sein, steckt in vielen jungen Musikbegeisterten.
Um dorthin zu gelangen, bedarf es jedoch sehr viel Durchhaltevermögen und Aufbauarbeit. - Summer-Breeze: "Die interessanten Bands kennt man..."
Welche junge Metalband würde nicht gerne mal auf einer der ganz großen Festivalbühnen vor unzähligen langen Mähnen die härtesten Riffs zum Besten geben? Jedes Jahr schickt man tonnenweise Bewerbungen raus - sei es per Post oder per E-Mail - doch das Feedback geht gegen Null. Macht es für unbekannte Bands wirklich Sinn, die ganz großen Open Airs zu bemustern?
- Burg Herzberg Festival: "Stellt euch auf den Zeltplatz und fangt einfach an zu spielen."
Unbekannte Bands haben auf größeren Open Airs oft gar keine Chance. Selbst wenn von den unzähligen Bewerbungen letztendlich ein paar Bands ins Billing gelangen, sind es doch meist nur eine Hand voll unter hunderten. Doch hier und da gibt es auch mal bislang kaum wahrgenommene Schlupflöcher...
- Label-Philosophie: "Musik ist de facto nicht auszurechnen..."
Viele Künstler träumen vom ersten Plattenvertrag, fürchten sich jedoch vor Verlust der künstlerischen Freiheit und Eigenständigkeit. Wie ticken Plattenlabels heutzutage und worauf legen sie großen Wert? Macht es Sinn, noch Demos zu verschicken?
- Künstleraufbau eines Labels: "Durch kluge Sprüche entsteht kein Hit"
Braucht man im digitalen Zeitalter überhaupt noch Labels? Dieses Interview stammt aus den neunziger Jahren. Wir haben es online belassen, weil die Schwierigkeit beim Newcomer-Aufbau überwiegend die gleichen geblieben sind und die grundsätzlich angesprochene Problematik weiterhin Gültigkeit hat.
- Bandeigenmanagement: "Produktionsmittel in Volkes Hand"
"Sacco & Mancetti" hatten in den Neunzigern einen Major-Deal bei EMI-Chrysalis, und haben später ihre eigenen Rechte zurückgekauft. 5.000 CDs im Eigenvertrieb/-verkauf bringen mehr Geld ein, als das x-fache bei einer Plattenfirma. Es gilt die alte Weisheit, dass ein Plattenvertrag einer Band (zunächst) Geld kostet weil viele mit verdienen! Daran hat sich bis heute wenig geändert...
- A&R-Manager - ihre Arbeitsweise und Philosophie
Für die meisten Musiker sind sie die Bösewichte. Jene Verhinderer der besten Band - namentlich der eigenen, deren Talent nicht erkannt wurde. Sie hören sich keine Democassetten-Bewerbungen an, schicken nur normierte Standardbriefe zurück, erkennen nicht einmal das Potential der Toten Hosen, die sich anonym und in Kooperation mit dem Musikerfachmagazin SOUND CHECK bei diversen Majors beworben hatten.
- A&R: Man sortiert: weg, weg, mmmh vielleicht, weg, weg...
Interview mit Tom Scherer (Media Pool, München) und Ex-A&R-Manager bei BMG-Ariola
- A&R: Charteintritte sind wichtiger als Verkaufszahlen
Interview mit Andreas Weinek, A&R-Manager bei BMG-Ariola München
- A&R: Wer sich Demos nicht anhört, stellt sich selbst ins Abseits
Rock.Büro Süd (Bernd Schweinar): Es gibt Leute in der Branche, die sagen, dass die durchschnittliche Klebezeit eines A&R an seinem Stuhl unter drei Jahren liegt. Du bist aber schon länger bei Virgin-Records?
- A&R: Deutsche Bands machen zu viel Bürokraten-Musik
Rock.Büro Süd (Bernd Schweinar): Die Problematik ist eklatant: Es gibt immer wieder Bands, die im Eigenverlag und Eigenvertrieb sehr gute Tonträger veröffentlichen, die aber trotz des qualitativ hohen musikalischen Levels den Weg zum Kunden nicht finden, weil die Infrastruktur eines professionellen Vertriebes fehlt. Unabhängige Vertriebsorganisationen wie EfA oder Semaphore hätten diesen Apparat.
- Rockmusik in den Medien - ein Witz oder DIE Chance?
Wer (Rock-)Musik macht und diese auf einem Tonträger herausbringt, tut sich den Aufwand für eine CD-Produktion nicht nur an, weil er 500 oder 1.000 Freunden und Verwandten Geburtstags-, Oster- oder Weihnachtsgeschenke machen will. Denn selten ist der in Frage kommende nähere Abnehmerkreis ohnehin nicht so groß.
- TV: Wir versuchen die Bands weiterzubringen
Interview mit Jürgen Barto, Bayerisches Fernsehen, "Live aus dem Alabama"
- TV: Eine große Rockmusiksendung hat ihre Berechtigung im TV
Interview mit Wolfgang Breuer, Produzent von "Heroes Of Rock"
- Radio: In den USA sind spezielle Radio-Mixes Gang und gäbe
Interview mit Raimund Wagner, "backfish music" und Antenne Bayern
- Radio: Das Wichtigste bei uns ist die LC-Nummer
Interview mit Walter Schmich, Bayerischer Rundfunk, Bayern3
- Radio: Dem Rhythmus sein Bruder
Interview mit Bernhard Jugel, Bayerischer Rundfunk, Abt. Jugendfunk / ZÜNDFUNK
- Radio: Rock-Musik im Lokalradio
Rock im Radio? Die Frage klingt so harmlos wie einfach. Beziehen wir sie auf Musik jenseits von Charts und Evergreens oder sogar auf die deutsche bzw. regionale Szene, so scheint Einigkeit zu herrschen. Jeder kriegt irgendwie den Föhn.
Musikinteressierte und Insider bekommen ihre Spezialinteressen wenn überhaupt erst nach Mitternacht befriedigt. Und sämtliche Hersteller und Verbreiter von Musik heulen hinter den Medien her die Musikerinnen und Musiker, die Veranstalter, die Labels bis in den Bereich der großen Industrie hinein. Denn ihre Produkte werden von den Massenmedien nicht kommuniziert. - Musikerfachmagazin: Wir sind ein Forum für die Szene..."
Interview mit Toni Salzl, Chefredakteur des Musikerfachmagazins SOUND CHECK
- Musikerfachmagazin: Ich höre noch alles an, was bei mir eingeht
Interview mit Ute-Elke Schneider, Musikerfachmagazin FACHBLATT
- Musikmagazin: Pro Monat behaupten 300 Bands gut zu sein
Interview mit Andreas Kraatz, stv. Chefredakteur Musikexpress/SOUNDS
- Tageszeitung: Rockmusik gehört zum Selbstverständnis der Tageszeitung
Interview mit Armin Maus, Musikredakteur der Mittelbayerischen Zeitung
- Stadtmagazin: Mit 10 Prozent Musikanteil sind wir noch recht gut
Interview mit Norbert Mendel, Regensburger Stadtzeitung
- Die Band als "Produkt" - Out Of Hintertonhausen
Wer oder was ist schuld, wenn aus einer Band nichts wird? Liegt es an den Clubs, die keine Gigs bieten? Liegt es am Publikum, das das wahre Talent nicht erkennt oder zu würdigen weiß? Oder - liegt es vielleicht doch daran, dass die Band nicht erkennt, dass man sich "verkaufen" muss wie lila Kartoffeln?
- Support-Gigs: Interview mit Peter Harasim, Concertbüro Franken
Vorband eines internationalen oder nationalen Top-Acts zu sein, und sei es nur bei einem einzigen Gastspiel in der eigenen Stadt - davon träumen viele Bands. Wie aber bekommt man die notwendigen Kontakte? Wie wählen die örtlichen Veranstalter aus? Welche Vorgaben bekommen diese von der Tourneeagentur? Wie kann man sich regelmäßig Support generieren?
Diverses
- Live-Musik in der Krise?
Interview mit Konzertveranstalter Hans Steinle, München
- Rockmusik = Gegenwartskultur = Tagesgeschehen in der Tageszeitung
Grüß Gott, ich heiße Leo Saitensäger und bin der Gitarrist der Crossover-Band Die abgestorbenen Gehirnhälften. Wir spielen nächstes Wochenende in Rockkeller von Hintertonhausen. Könnten Sie unser Konzert in der Hintertonhausener Tribüne vielleicht ankündigen und womöglich sogar jemanden schicken, der darüber berichtet, eventuell sogar mit Foto?
Durch das Telefon ist ein tief inbrünstiger Schnaufer (für nicht Südländer: ein schweres Durchatmen) zu hören. Ihr seid doch die, die immer mit den langen ungewaschenen Haaren wedeln, als müssten sie den Staub vom Boden fegen? - DJ-Tipps: Nicht zu fassen!
DJs haben mit Problemen zu kämpfen, die selbst bei vielen eingefleischten Musikkennern Staunen auslösen
Von Andreas Weise (DJ Nameless)
Job in Augsburg
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