Die Bayerische Rockintendanz
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Um den Kulturbereich Popularmusik flächendeckend voranzubringen fehlt eine Lobby, fehlen hauptamtliche Personen, die in diesem Bereich aktiv werden können, die sich mit Engagement um die Verbesserung von Strukturen, Ablauf und Image kümmern. Es fehlt das, was z.B. in den Theatern durch einen eigenen Beruf vertreten ist: Die Intendanz!
Eine oder mehrere Person/en, die sich um finanzielle Perspektiven ebenso kümmern, wie um künstlerische, personelle und organisatorische Belange, die vor allem aber in der Öffentlichkeit, der Politik und Wirtschaft wirkt, um das infrastrukturelle Umfeld für Rock und Pop in seiner Gesamtheit zu verbessern.
Intendanz heißt Verantwortung und Steuerfunktion im kulturellen,

organisatorischen, wie auch kulturpolitischen Bereich zu übernehmen. Intendanz leitet Entwicklungen ein, bringt Erfolge auf den Weg, läßt Szenen sich formieren bzw. stärkt diesen den Rücken.
Der Freistaat Bayern hat 1991 mit der Schaffung der Stelle eines "Bayerischen Rockintendanten" bei der ABMI ein Novum für die Bundesrepublik Deutschland geschaffen. Die Intendanz ist nicht an einem Schreibtisch und zwischen Behördenstrukturen neutralisiert, sondern bekommt die Arbeitsdirektiven direkt und ohne Umwege von der Basis. Die Effizienz der Intendanz ließ sich schon nach kurzer Zeit in Erfolgen - insbesondere im Bereich Sponsoringakquise - messen. Trotzdem kann eine Personalstelle für einen großen Flächenstaat wie Bayern erst der Anfang sein
(Bernd Schweinar,
seit 1991 Bayerischer Rockintendant)