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12. Mai 2022

DIE ÄRZTE, am 16. Juni im Olympiastadion München - vor 35 beim Polizeiverhör an der Uni Regensburg
Das habe ich vor ziemlich genau 35 Jahren über "Die Ärzte" in der Mittelbayerischen Zeitung geschrieben, als die Polizei mitten in unser Interview platzte, um von den Musikern eine Personalienfeststelllung zu machen. Ich im linken Bild rechts von Farin sitzend, der Polizist links von Bela stehend. Ich hoffe, dass ich "Die Ärzte" demnächst in München nach so langer Zeit tatsächlich das erste Mal wieder live erleben kann.

(Grafik mit rechter Maustaste in neuem Tab öffnen und dann gerne auf lesbares Format  vergrößern!)


09. April 2022

dpa hat mich diese Woche zum bevorstehenden Festivalsommer interviewt.
Hier ein paar Mitnahmen:


31. März 2022

Kinga Glyk bei den Rother Bluestagen 2022Kinga Glyk bei den Rother Bluestagen 2022Kinga Glyk & Pawel Tomaszewski bei den Rother Bluestagen 2022Kinga Glyk bei den Rother Bluestagen 2022

STARKE SAITEN
King Glyk bei den "Rother Bluestagen"

Was für ein Klangerlebnis mit Kinga Glyk! Welch ein Konzertgenuss bei den „Rother Bluestagen“, die das Risiko eingegangen sind, frühzeitig für diese Pandemiephase zu planen. Respekt! Und viel Empathie auch für Kinga Glyk, die ihre Demut ausdrückte, nach ersten Auftaktgigs in Italien, wieder live vor Publikum stehen zu dürfen. Demut aber auch vor diesem Konzertprivileg, angesichts des Krieges in der Ukraine und der Millionen Geflüchteten auch in ihrem Heimatland Polen.

Die Fragilität der aktuellen Situation artikulierte sich am intensivsten zum Ende ihres Programms im Titel „Enu Maseti“, zu dem sie auch versucht das Publikum mit den Masken zum Mitsingen ich ihrer Fantasiesprache zu animieren. Das gelingt nicht ganz, aber die weltmusikalisch getragene Klangsprache trägt fort in sphärisches Wohlgefühl.

Bis dahin wechselte ein faszinierender Moment den anderen ab. Zwischen dem getragenen „Ballada“, wo sie von Produzent und Keyboarder Pawel Tomaszewski auf einem Tastenteppich emporgehoben wurde und dem von ihr als lautestes Stück des Abends angekündigtem „OverDrive“, brannte sie ein Feuerwerk an Intensität und Kreativität ab. Immer unterstützt auch von Drummer David „Hayden“ Coezy, der mit facettenreichen Schlagmustern und Grooves unaufdringlich aber immens wichtig den Weg bereitete.

Instrumentalmusik heißt nicht Emotionslosigkeit, heißt nicht Expressionslosigkeit. Die Mimik ihres Gesichtes ist Kinga Glyks Ersatzstimme. Die Kameralinse hat ein Bild eingefangen, wo ihre Griffhand auf dem Basshals ihr Gesicht zwischen den Fingern erkennen lässt. Alle drei bilden aber auch eine Symbiose in direkter Linie. Ihr Fazialisnerv ist die Verlängerung der Energie aus ihren Fingern zu den Gesichtsmusikeln. Jedes schwierige Griffmuster schlägt sich nieder in einer anderen Mimik, verstärkt dadurch jeden Ton, jeden Akkord. Kann ein Bild mehr ausdrücken?

Kinga Glyk ist in den letzten Jahren zum Medienprodukt geworden. Seit sie Claptons „Tears In Heaven“ mit einem Uptempo-Arrangment auf dem Bass intonierte, wurde der Clip im Netz millionenfach geklickt, haben sich TV- und Radiostationen um sie gerissen. Live ist sie aber sehr Mensch geblieben, hat sich diesem Hype nicht ergeben. In der Frühphase ihrer jungen Karriere saß noch ihr Vater am Schlagzeug, heute sorgt ihr Bruder Patrick als FOH-Mischer für den guten Sound. Und wenn sich Kinga Glyk dann mit ihrem Bass im Schneidersitz auf der Bühne niederlässt und in Klangwelten zu entschwinden scheint, dann ist das nur ein Synonym dafür, dass sie sich auf der Bühne zu Hause fühlt.

Bernd Schweinar / www.allmusic.de

Bilderstrecke Kinga Glyk

Weitere Links:
Website Kinga Glyk
Kinga Glyk @ Warner Music Germany
Rother Bluestage


06. März 2022

BACKSTAGE - Bildband über Herman Brood veröffentlicht
Auch mit Aufnahmen von Helmut Ölschlegel und Bernd Schweinar

Helmut Oelschlegel und ich durften auch ein paar Bilder zu einem 376 Seiten starken Bildband über den legendären Herman Brood beisteuern. Das Buch hat nach mühevoller Kleinarbeit und über viele Jahre voller Engagement Rob Kranenburg, Broods langjähriger (Licht-)Techniker publiziert. Helmut Oelschlegel war bei der Party zur Buchpräsentation mit vielen holländischen Ex-Musiker:innen und Crew-Members. Am 31. März konnte ich das sehr hochwertig produzierte Exemplar dann auch selbst in Händen halten. 

Das Buch ist zwar auf holländisch geschrieben, aber mit vielen tollen Bildeindrücken und kann unter dem nachfolgenden Link für 35 € bestellt werden:
Synder System